Über Brigitte Mendner„Wahre Hundeliebe verbindet die Liebe zum Hund mit dem Respekt vor seiner Andersartigkeit“

Ich mag Hunde eben genau deshalb, weil sie keine Menschen sind und es dennoch möglich ist in inniger Beziehung mit ihnen zu leben. Hunde beobachten, von ihnen lernen, eine Verbindung zu ihnen aufzubauen, gemeinsam Herausforderungen zu meistern und die Zusammengehörigkeit in vollen Zügen genießen, das ist mein Leben.

Nichtsdestotrotz liebe ich auch die Menschen. Ich interessiere mich für ihre Geschichten und mag Gemeinschaft. Mir war immer klar mit Menschen arbeiten zu wollen und das ist als Hundeverhaltensberaterin definitiv der Fall. Ich berate Menschen, mit denen ich die Leidenschaft für Hunde teile.

Doch da gibt es noch etwas, das mich umtreibt. Ich wünsche mir ein besseres Leben für die Tiere in dieser Welt. Doch dazu muss sich etwas in den Köpfen der Menschen verändern. Dies geschieht nur wenn Aufmerksamkeit erzeugt wird und Aufklärung stattfindet. Als Hundeverhaltensberaterin richte ich meine Aufmerksamkeit hauptsächlich auf die Spezies Hund. Doch die Auseinandersetzung mit ihm und seinen biologischen Bedürfnissen hat meinen Blick auch für andere Tiere geöffnet, und für die Menschen, die biologisch gesehen ja auch Tiere sind. Warum soll es anderen Menschen nicht genau so gehen? Ja, und schwupsiwups ist man drin in der ethischen Diskussion und in der Diskussion darüber, ob Hundehaltung überhaupt eine Zukunft hat. Ich denke moderne „Hundeschule“ hat auch eine kulturelle und sozialpolitische Dimension. Was viel zu selten gesehen wird.

Ich betreibe aber auch praktischen Tierschutz. Zum Einen sind alle meine Tiere aus dem Tierschutz, egal ob Rasse oder Mischling, Welpe oder Oldie, Hund oder Katze. Vor allem aber bin ich seit einigen Jahren Pflegestelle und fast immer sind es Hunde aus dem Auslandstierschutz, die ein vorübergehendes Zuhause bei mir finden. Gemeinsam mit meinen zwei – und vierbeinigen Familienmitgliedern mache ich die Notfellchen für das Leben in Deutschland fit und suche dann ein schönes Zuhause für sie. Die Tätigkeit als Pflegestelle fordert mich intensiv, aber ich lerne auch ungemein viel dabei und so denke ich, dass ich mich mittlerweile guten Gewissens als besonders fachkundig im Umgang mit Hunden aus dem Auslandstierschutz bezeichnen kann.

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