Tierschutzhunde

Lieb sind sie alle. Aber leider ist das nicht die Frage. Die Frage ist viel mehr, wie fit sind sie für ein Leben in unserer Gesellschaft?

Viele der Hunde aus dem Tierschutz sind bestens für ein Leben in unserer Gesellschaft gerüstet. Für den anderen Teil sollten Wissen, Erfahrung und die Fähigkeit vorhanden sein, einen labilen Hund so führen zu können, dass er keine öffentliche Gefahr darstellt und der Tierschutzgedanke gewahrt bleibt. Mit meinem Kurs- und Beratungsangebot möchte ich den betroffenen Mensch-Hund- Teams einen Rahmen bieten, um an sich arbeiten zu können.

Immer häufiger habe ich Klienten, die einen Hund aus dem Ausland haben, meistens Direktadoptionen. Das heißt, die Menschen haben den Hund vor der Übernahme nicht kennengelernt, sondern ihn aufgrund eines Bildchens und einer Beschreibung im Internet ausgesucht. Und nicht selten kommt es, wie es kommen muss, der Hund entspricht nicht der Beschreibung und zeigt zudem Verhaltensauffälligkeiten.

Oftmals wird dann versucht die Verhaltensauffälligkeiten von aus dem Ausland stammenden Hunden auf Rassezugehörigkeiten zurückzuführen, dabei handelt es sich schlicht und ergreifend um Anpassungsprobleme.

Leider beobachte ich, dass im Zusammenhang mit Tierrettungen gerne die Bedeutung von Prägung, Sozialisation, aber auch genetischer Prädisposition unter den Tisch fallen gelassen wird.

Die Lebensumstände in früher Kindheit und Jugend eines Hundes sind von enormer Bedeutung für seine Entwicklung und wirken sich auf sein Verhalten als erwachsener Hund aus. Möglichkeiten zur Veränderung sind individuell stark unterschiedliche Grenzen gesetzt und nehmen viel Zeit in Anspruch.

Hunde gibt es überall auf der Welt, in warmen und in eiskalten Regionen. Sie leben auch unter mannigfaltigen Bedingungen. Manche Hunde schlafen bei ihren Menschen im Bett; andere leben inmitten der Tiere, die sie beschützen sollen und haben nur zu wenigen Menschen Kontakt; wieder andere leben als Straßenhunde im menschlichen Umfeld, aber frei und selbstbestimmt, um einige Beispiele zu nennen. Und obwohl alle der Spezies Hund angehören, könnte keiner einfach mal in die Rolle des anderen schlüpfen.

Das ist so, weil ein Hundekind quasi unfertig geboren wird und mit dem Erwachsen werden in sein soziales und räumliches Umfeld hinein wächst, quasi ein Teil dessen wird. Auch genetische Aspekte spielen eine Rolle. Gefühle von Zugehörigkeit, Vertrautheit und Sicherheit, beim Menschen würde man vielleicht Heimat sagen, sind daran gekoppelt.

Durch die Umsiedlung werden die Hunde entwurzelt und nicht jeder kommt gut damit klar. Eine große Herausforderung ist es allemal.  Besonders die Phase des Ankommens ist so wichtig und entscheidend dafür, welche Entwicklung ein Hund nimmt. Eine Aufgabe, die nur von wirklich sachkundigen Menschen, mit vernünftigen Rahmenbedingungen übernommen werden sollte.

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