Hundetraining

Die größte Überraschung für manch einen mag sein, dass Hundeerziehung und Hundetraining zwei verschiedene Paar Schuhe sind.

Dabei machen wir es bei unseren Kindern ja genau so, wir trennen Erziehung und schulische sowie berufliche Ausbildung. Es gibt immer mal wieder die Forderung nach einem Elternführerschein, aber nach wie vor erziehen wir unsere Kinder ohne extra hierfür ausgebildet worden zu sein. Unsere Eltern gaben ein Vorbild, auch andere Erziehende geben Orientierung. Mit den Hunden ist das anders, denn sie gehören einer anderen Spezies an. Hunde unterscheiden sich von Menschen, deshalb taugen menschliche Vorbilder nicht viel. Es ist Wissen speziell über Hunde nötig, um ihnen eine gute Erziehung geben zu können. Nicht viel, aber fundiert.

Es ist eine gute Erziehung, die den Familienhund ausmacht und sie ist die Basis für die Ausbildung eines Hundes, beispielsweise zum Blindenhund. Es macht überhaupt nur Sinn einen Hund zum Blindenhund auszubilden, der ein tiefes Vertrauen in sich und andere entwickelt hat und der mit allen Bedingungen seiner Umwelt vertraut ist. Ein unsicherer oder stressanfälliger Hund ist für eine solche Aufgabe nicht geeignet. Um eine gute Aufzucht und Erziehung sicher zu stellen, werden zukünftige Blindenhunde oftmals in die Hände eigens hierfür ausgewählter Pflegefamilien gegeben.

Es lohnt sich also in Erziehung zu investieren. Doch auch die soziale Kompetenz muss im Training bleiben.